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Klassische Automobile hinter historischen Mauern

Kassel ist stolz auf das Prädikat "Weltkulturerbe". Dieses erstreckt sich über den Bergpark Wilhelmshöhe in dessen Mitte der Herkules als Wahrzeichen über der Stadt Kassel thront. Der Messinghof ist die kulturelle Wiege des Herkules, da hier die Kupferplatten bearbeitet wurden aus denen der Herkules dann gefertigt wurde. Die Gebäude des Messinghofs lagen Jahrzehnte brach und verwitterten, bis sie im Jahre 2010 über einen Zufall an die Familie Glinicke gerieten. Seit dieser Zeit saniert die Familie mit viel Einsatz und Mitteln diese einmalige denkmalgeschützte Industrieanlage. "Unser Engagement ist auch eine Art Dank von Glinicke an die Bürger der Stadt Kassel für das Jahrelange Vertrauen als Kunden in unsere Autohäuser", so Peter Glinicke.

 

Weitere Informationen zum Messinghof

Anfang des 18. Jahrhunderts wurden im Messinghof in Kassel die Kupferplatten für die Herkulesfigur geschmiedet. Errichtet wurde der Messinghof im Jahre 1679, im Auftrag von Landgraf Karl, auf dem Gelände der ehemaligen Faustmühle in Bettenhausen. Ursprünglich bestand der Messinghof aus zwei zweigeschossigen, länglichen Gebäuden, dem Hammerflügel und dem sogenannten Gießhaus. Der Hammerflügel stand direkt an dem kleinen Flüsschen Losse, das den Mühlenkanal mit seinen Wasserrädern versorgte. Dort  wurden verschiedene Metallerzeugnisse aus Kupfer und Messing hergestellt. Der ehemalige Hammerflügel wurde jedoch 1965 abgerissen, da der Dachstuhl aufgrund eines Bombenanschlags im zweiten Weltkrieg ausgebrannt war. Gegenüber befindet sich der Gießereiflügel mit seinen drei Schmelzöfen, in denen Bleche, Drähte oder Fertigwaren hergestellt wurden. Von 1714-17 wurden hier die Kupferplatten für den Kasseler Herkules von dem Augsburger Goldschmied Johann Jacob Anthoni geschaffen. Er schuf damit die erste Leichtbaustatue der Welt, ihr folgten die Freiheitsstatue und andere Wahrzeichen.  An die westliche Hofmauer schließt sich das „Torhaus“, das vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt. Es erhielt im 19. Jahrhundert ein Fachwerkobergeschoss. Hinter dem Gießereiflügel steht das „Kutscherhaus“, ein gründerzeitliches Dienstgebäude aus Backstein und jetziger Sitz der Marketingabteilung von Glinicke. Heute noch erhalten sind der Gießereiflügel, das dahinter liegende Kutscherhaus sowie das Torhaus.

Seit 2010 ist das Industriedenkmal im Besitz der Kasseler Unternehmerfamilie Glinicke, die sich seitdem der Sanierung widmet. Bisher wurden bis Mitte 2013 das Torhaus und die historische Hofanlage komplett wiederhergestellt. In 2015 wurde begonnen den Gießereiflügel in den beiden Stirnseiten zu sanieren und dessen komplettes Dach nebst Dachstuhl zu erneuern. Diese Arbeiten werden noch bis 2016 andauern.

 

Die Vision Messinghof

Der Messinghof ist für Peter Glinicke als Kasseläner eine Herzensangelegenheit, mit der er einen Beitrag für die Allgemeinheit sowie die Stadt Kassel leisten will. Der Messinghof soll für Hochzeiten und Veranstaltungen gemietet werden können, um so den Einwohnern einen Mehrwert und eine faszinierende Alternative zu den bereits vorhanden historischen Orten zu bieten. 

Zudem sollen in den Mauern des Messinghofes historische Fahrzeuge der Glinicke Classic Cars präsentiert werden. Im 400 Quadratmeter großen Erdgeschoss des Hauptgebäudes soll eine Präsentationsfläche für bis zu acht Oldtimer entstehen und der bereits sanierte Hof soll ebenfalls als Stellfläche für die historischen Fahrzeuge dienen.

In den Räumlichkeiten des ersten Stockwerkes sollen dann Schulungen und Veranstaltungen stattfinden. 

Abgerundet wird das Konzept mit einer entsprechenden Gastronomie in der herrlichen Kulisse des Messinghofes.