Eine Straße, auf der groß in Gelb "2026" steht. Dahinter ein Bergpanorama. Eine Straße, auf der groß in Gelb "2026" steht. Dahinter ein Bergpanorama. Eine Straße, auf der groß in Gelb "2026" steht. Dahinter ein Bergpanorama.

2026 – Neue Verkehrsregeln und wichtige Infos für Autofahrer

Wir schreiben den 1. Januar 2026. Einmal alles auf Anfang, bitte. Denn das neue Jahr hält so einiges bereit – auch für Autofahrerinnen und Autofahrer. Welche neuen Vorschriften und Gesetze 2026 gelten, erfahren Sie hier.

Änderungen beim Führerschein, in Geldangelegenheiten, neue Verkehrsregeln im Ausland und weitere wichtige Infos: Das sollten Autofahrerinnen und Autofahrer für 2026 wissen:

 

Führerschein

  • digitaler Führerschein kommt
  • Führerschein-Umtausch nötig
  • Führerschein bald günstiger?

Digital: Nachdem Ende 2025 bereits der digitale Fahrzeugschein eingeführt wurde, soll Ende 2026 der digitale Führerschein folgen. Dieser soll dann auf dem Smartphone abrufbar sein. Aber Achtung: Das bedeutet nicht, dass der Kartenführerschein dann einfach entsorgt werden kann. Zwar darf dieser dann auch mal zu Hause bleiben, der digitale Führerschein ist aber nur eine Ergänzung, kein Ersatz.

Umtausch: Die zweite Neuerung in Sachen Führerschein betrifft diejenigen, die ihren Führerschein zwischen 1999 und 2001 erhalten haben. Jene Führerscheine müssen bis zum 19. Januar 2026 umgetauscht bzw. erneuert werden. Das geht bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde, Führerscheinstelle oder dem Bürgerbüro mit einem biometrischen Passbild und dem alten Führerschein für eine Gebühr von rund 25 Euro. Wer seinen Führerschein nicht umtauscht, dem droht ein Verwarnungsgeld bei Verkehrskontrollen.

Kosten: Die Kosten für den Führerschein sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. 2025 waren für den Erwerb der Fahrerlaubnis inklusive aller Gebühren, Theorie- und Praxisstunden, Lernmaterial, Sehtest und Erste-Hilfe-Kurs durchschnittlich zwischen 2.500 und 4.500 Euro fällig. Das soll sich künftig ändern und die Kosten sollen gesenkt werden. Wie? Mit mehr Digitalisierung und weniger Bürokratie. So sollen zum Beispiel die theoretischen Prüfungsinhalte auch per App oder Onlinekurs vermittelt werden dürfen.

 

Steuern und Finanzen

  • Pendlerpauschale wird erhöht
  • Spritpreise steigen
  • Ratenzahlung für Kfz-Steuer abgeschafft
  • Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos verlängert
  • neue Förderungen für E-Autos

Pendlerpauschale: Pendler erhalten ab dem 1. Januar 2026 38 Cent für jeden Kilometer ihres Arbeitswegs. Die Staffelung fällt weg – die Pauschale gilt ab dem ersten Kilometer. Dabei ist es egal, ob der Weg mit dem Auto, dem ÖPNV oder dem Fahrrad zurückgelegt wird. Die Erhöhung der Pendlerpauschale soll für finanzielle Entlastung sorgen.

Spritpreise: Allerdings gleichen die steigenden Spritpreise das Ganze wieder aus – im Negativen. Denn während die Emissions-Zertifikate seit 2021 zu Festpreisen verkauft wurden, werden sie ab 2026 erstmals versteigert. Der Preisrahmen pro Tonne CO2 ist festgelegt: Mindestpreis 55 Euro, Höchstpreis 65 Euro. Als Vergleich: 2021 betrug der Preis noch 25 Euro, bis 2025 wurde er schrittweise auf 55 Euro erhöht. Das wirkt sich auf die Kosten für Benzin und Diesel aus. Laut ADAC könnte die CO2-Abgabe um etwa 3 Cent je Liter steigen, wie viel der Liter beim Tanken tatsächlich kostet, hängt auch von anderen Faktoren wie dem Ölpreis ab. Ab 2028 gilt übrigens eine freie Preisbildung im Emissionshandel.

Ratenzahlung: Bislang konnte die Kfz-Steuer in Raten bezahlt werden. Das ist ab 2026 nicht mehr möglich: Der komplette Betrag muss nun im Voraus gezahlt werden.

E-Autos: Elektroautos sollen nun bis 2035 von der Kfz-Steuer befreit werden. Zunächst war das Ende der Maßnahme für 2030 angesetzt worden. Zudem will die Bundesregierung Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen beim Einstieg in die Elektromobilität unterstützen. Konkret wurde man noch nicht, Prämien sowie Zuschüsse für Kinder sind aber bereits im Gespräch.

 

Ausland

  • Zufahrtskontrollen in österreichischen Innenstädten
  • Bußgelderhöhung in den Niederlanden
  • Warndreieck-Verbot auf spanischen Autobahnen
  • Senkung der Promillegrenze in Großbritannien

Österreich: Kameras sollen künftig die Zufahrten in österreichische Innenstädte überwachen. Das System soll entscheiden, wer für beschränkte Bereiche berechtigt ist und wer nicht. Letztere müssen bei unerlaubtem Einfahren mit hohen Bußgeldern rechnen. Unter anderen haben Wien, Salzburg, Linz und Graz Interesse an dem Überwachungssystem bekundet.

Niederlande: Wie jedes Jahr werden auch 2026 die Bußgelder in den Niederlanden erhöht. Genaueres ist noch nicht bekannt (Stand Dezember 2025).

Spanien: Wer in Spanien auf der Autobahn einen Unfall oder eine Panne hat, darf ab 2026 kein Warndreieck mehr aufstellen. Stattdessen ist ein spezielles Blinklicht verpflichtend. Aber keine Panik: Touristen, die mit ihrem eigenen Auto unterwegs sind, dürfen weiterhin Warndreiecke verwenden. Urlauber mit Mietwagen hingegen müssen das Blinklicht nutzen und sich bei Bedarf vom Vermieter zeigen lassen, wie dieses verwendet wird.

Großbritannien: Die gesetzliche Promillegrenze soll in England und Wales ab 2026 bei 22 statt wie bisher 35 Mikrogramm pro 100 Milliliter Atemluft liegen. Außerdem sollen am Straßenrand durchgeführte Speicheltests die Kontrolle von Drogen am Steuer erleichtern.

 

Sonstiges

  • Fahrzeuge mit blauer Plakette müssen zum TÜV
  • E-Scooter dürfen auf der Fahrbahn fahren
  • weitere Fahrassistenzsysteme verpflichtend

TÜV: Alle Fahrzeuge, die eine blaue TÜV-Plakette auf dem Kennzeichen haben, müssen 2026 zur Hauptuntersuchung (HU). Dann gibt’s bis 2028 eine braune Plakette.

E-Scooter: Bislang galt: Ist ein Radweg, Radfahrstreifen oder eine Fahrradstraße vorhanden, müssen E-Scooter dort fahren und dürfen nicht die Fahrbahn nutzen. Das soll sich nun voraussichtlich ändern. Wird das Gesetz verabschiedet, müssen Radwege nur noch benutzt werden, wenn eine Benutzungspflicht für Radfahrer angeordnet ist. Andernfalls dürfen E-Scooter legal auf der Fahrbahn fahren.

Assistenzsysteme: Mehr E-Scooter auf der Fahrbahn erfordern mehr Aufmerksamkeit von Autofahrerinnen und -Fahrern. Abhilfe schaffen sollen weitere verpflichtende Assistenzsysteme für neu zugelassene Fahrzeuge ab Juli 2026. Dazu gehören der Notbremsassistent, ein Warnsystem bei nachlassender Konzentration, der Fußgängerschutz und der Notfall-Spurhalteassistent. Außerdem müssen alle Erstzulassungen ab 2026 über das Notrufsystem eCall verfügen – genauer „Next Generation eCall“. Nachgerüstet werden muss das System in älteren Fahrzeugen nicht.