Classic Cars

Oldtimer Restaurierung

Um Oldtimer zu restaurieren und somit alte Schätze wieder zum Glänzen und Fahren zu bringen, benötigt es viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Einen Oldtimer kann man nicht ans Diagnose-Gerät anschließen, hier ist der Kennerblick gefragt. Ein gutes Auge und das Wissen um die Eigenheiten des zu begutachtenden Oldtimer-Modells helfen, eine Voll- oder Teilrestauration erfolgreich angehen zu können. „Der Zustand des Fahrzeugs, aber auch die Wünsche des Kunden, legen die Grundlage für den Umfang der Arbeiten“, informiert Daniel Scherf, Werkstattleiter bei Glinicke Classic Cars und ausgewiesener Experte für historische Fahrzeuge.

Wie läuft eine Oldtimer-Restaurierung ab?

Am Anfang jeder Oldtimer Restauration in Kassel bei Glinicke Classic Cars steht die Kostenschätzung. Diese erfolgt anhand von Fotos oder noch besser direkt in der Werkstatt. Dort nehmen die Experten das Fahrzeug genau unter die Lupe. Dabei wird der Aufwand und Kostenrahmen für jeden Bereich einzeln berechnet: Motor, Karosserie, Elektrik, Getriebe, Interieur und Lackierung. Anschließend wird gemeinsam mit dem Kunden der Arbeitsumfang besprochen und die einzelnen Schritte der Restaurierung festgelegt.

Nun geht es ans Werk: Bei einer Vollrestaurierung erfolgt die Demontage sämtlicher Teile vom Motor bis zur Innenausstattung von der Karosserie. Die Rohkarosse wird anschließend durch Spezialisten grob von Rost befreit. Auch die Hohlräume müssen geöffnet werden, damit beim anschließenden Entlackungsbad ein blitzsauberes Ergebnis erzielt werden kann. Die „nackte Wahrheit“ hilft, den Zustand jetzt konkret beurteilen zu können und den Arbeitsaufwand zu konkretisieren.

Auch das Herzstück des Oldtimers, Motor und Getriebe, werden bei Bedarf komplett zerlegt und gereinigt. Defekte Bauteile werden durch Original-Ersatzteile ausgetauscht. Das Ziel ist ein Ergebnis, als wäre der Oldtimer gerade vom Band gefahren. Auf dem Leistungsprüfstand werden von den Experten sehr sensibel die notwendigen Einstellungen vorgenommen, um die originalen und einst vom Werk vorgegebenen Messwerte zu erreichen.

Der Rahmen des Fahrzeugs wird mit modernsten Techniken vermessen. Deformierte Bereiche können so erkannt und mit geschulter Hand rückgeformt werden. Sollte der Rost einzelnen Teilen zu stark zugesetzt haben, dass ein Austausch notwendig ist, so wird dieser mit Original-Teilen vorgenommen. Es erfolgt eine erste Kontrolle, bei der alle Teile vorübergehend zusammengefügt werden, um Spaltmaße und Funktionen zu prüfen. Eine klemmende Fahrzeugtür oder ein Kofferraumdeckel, der nicht richtig schließt, werden so ausgeschlossen.Jetzt geht es an den Lack – ein magischer Moment für den Oldtimer-Besitzer: Mittels eines Tauchbades wird die Grundierung auch in die letzte Ritze geführt, um dem alten Schätzchen ein langes Leben ohne Rost zu schenken. Danach wird die Lackierung in der gewünschten Farbe vorgenommen.
 

Beim Interieur werden inzwischen verschiedene Wege gegangen: Möglich ist der Austausch, das Aufarbeiten – aber immer häufiger entscheiden sich Oldtimer-Besitzer gerade im Innenbereich für die Patina, die sich im Lauf der Jahre gebildet hat. Ein schonender Umgang ist also für die Experten Pflicht, um Funktionalität herzustellen, aber den Charakter eines klassischen Autos nicht zu zerstören. Viel Erfahrung ist gefragt, wenn Polster oder Verdecke aufgearbeitet und erneuert werden sollen. Bei Glinicke Classic gehen die Experten mit viel Erfahrung und Feingefühl vor, um die Polster- und Sattlerarbeiten auf höchstem Qualitätsniveau zu vollenden.

Jetzt darf das alte Schätzchen wieder auf die Straße. Zunächst gelenkt von den Experten. Und die sehen nicht nur alles – sie hören auch genau hin, welche Geräusche unter der Motorhaube oder im Innenbereich modellbedingt sind oder da nicht hingehören. Ausgedehnte Testfahrten geben Aufschluss über sauberes Arbeiten von Motor, Getriebe und Fahrwerk. Auch der Lack wird ein weiteres Mal genau unter die Lupe genommen. Denn erst wenn die Spezialisten wirklich rundum zufrieden sind, kann das Fahrzeug mit gutem Gewissen dem Kunden übergeben werden.

Was kostet eine Oldtimer-Restaurierung?

Häufig wird die Frage gestellt, was eine Oldtimer-Restaurierung kostet. Eine pauschale Aussage dazu lässt sich natürlich nicht treffen. Denn zu unterschiedlich sind die Modelle, deren Zustand und die Wünsche des Kunden. Während Ersatzteile bei manchen Herstellern auch nach Jahrzehnten gut zu bekommen sind, ist die Suche nach diesen bei anderen Marken oft mühsam – und am Ende auch kostspielig. „Durch größte Aufklärung über die notwendigen Arbeiten und in enger Abstimmung mit dem Kunden wird der zu erwartende Kostenrahmen sehr transparent abgesteckt“, erläutert Daniel Scherf, Werkstattleiter bei Glinicke Classic.