Wartung eines Elektroautos

Elektroautos haben einen wesentlich geringen Wartungsaufwand als herkömmliche Fahrzeuge. Inspektionen sind aufgrund des geringen Verschleißes seltener nötig und fallen längst nicht so umfangreich aus, wie es von Verbrennern bekannt ist. Das liegt zum einen daran, dass es weniger bewegliche Bauteile gibt. Anfällige Komponenten wie Getriebe, Kupplung, Auspuff, Zahnriemen, Kraftstoffpumpen und Zündkerzen gibt es erst gar nicht. Zum anderen gelten die Motoren als sehr robust und langlebig.

Aufgrund der regenerativen Bremsung ist lediglich die Hälfte der Wartungsintervalle für Bremsen von Nöten. Auch der Ölwechsel entfällt, denn mehr liquide Stoffe als Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschflüssigkeit führen die wenigsten Stromer. Zwar verliert die Batterie mit der Zeit an Effektivität, aber mit einer Lebensdauer von zehn Jahren, die von einigen Herstellern sogar garantiert wird, kann dies kaum als regelmäßige Wartung angesehen werden. So beschränkt sich die Wartung von Elektroautos hauptsächlich auf drei Elemente: Elektromotor, Wechselrichter und Bordladegerät.

Ist es doch einmal so weit und Ihr Elektroauto benötigt eine Wartung, Inspektion oder Reparatur, dürfen nur qualifizierte Mechaniker Hand und Werkzeug anlegen. Nicht einmal der Reifenwechsel ist dem Werkstattmitarbeiter ohne die entsprechende Qualifizierung erlaubt. Diese erhält er in drei Stufen mit mehr als 100 Unterrichtseinheiten bei TÜV, DEKRA, Herstellern und Zulieferern. In den letzten 10 Jahren wurden bereits über 15.000 Qualifikationen ausgestellt. Damit sind die Kfz-Werkstätten gut gerüstet, um Arbeiten an Hochvoltfahrzeugen durchzuführen.