Land Rover bei Glinicke

Der neue Land Rover Defender 2020


Land-Rover

An den bereits veröffentlichten Bildern des neuen Land Rover Defender kann man seine Formen aufgrund der Tarnfolie nur erahnen. Das kastenförmige Äußere der Vorgänger scheint Land Rover grundsätzlich beizubehalten. Jedoch deuten die Bilder darauf hin, dass die Vorder- und Rückseite etwas abgerundeter daherkommen - ähnlich den neuen Range Rover Modellen Evoque und Velar. Land Rovers Design-Chef nennt als wichtigste Merkmale die beibehaltene Robustheit des alten Modells in Verbindung mit einem Design, das nicht so schlicht daher kommt wie der Klassiker.

Testen, testen, testen

Bevor der neue Land Rover Defender in die Autohäuser kommt, wird er an mehr als 45.000 Haltbarkeitstests teilgenommen haben. Diese finden in sengender Wüstenhitze genauso wie in arktischer Kälte und außerdem in Höhen von über 3.000 Meter statt. Bis der neue Defender in voller Pracht zu bestaunen sein wird, hat Land Rover ihn höchstwahrscheinlich schon zur Serienreife gebracht. Die Vorsicht bei Veröffentlichungen von Concept Cars ist verständlich, nachdem die chinesische Marke Land Wind mit ihrem X7 eine optisch nahezu identische Asien-Version des Evoque produzierte.

Defender 90, 110 und 130?

Die Radstände des Defenders in Zoll gemessen sind die Grundlage für die Namensgebung der verschiedenen Modellvarianten. Die kurze Variante Defender 90 wurde ebenso wie die längere Version Defender 110 bereits auf den hauseigenen Teststrecken gesichtet. Über einen Nachfolger für das noch längere Modell Defender 130 ist bislang noch nichts bekannt. Sie wollen den neuen Defender bei harten Offroad-Touren oder im städtischen Alltagsgebrauch einsetzen? Dafür bietet Land Rover verschiedene Versionen: Mit drei und fünf Türen, als Pick-up Truck, kleinen SUV und mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten.

Neuer Defender - neuer Aufbau

Der neue Defender wird auf der sogenannten MLA-Einheitsplattform gebaut. Diese fungiert bereits für den aktuellen Range Rover, Range Rover Sport und den Land Rover Discovery als Basis, wurde für den neuen Defender aber verstärkt. Die Plattform bedeutet eine Aluminium-Monocoque-Bauweise mit Einzelradaufhängung und damit der Verzicht auf einen robusten Leiterrahmen und eine hintere Starrachse. Mit dem Discovery teilt er sich nicht nur den Unterbau, sondern auch die Motorisierung durch einen Zweiliter-Ingenium-Vierzylindermotor. Ein V6-Diesel wird wahrscheinlich ebenfalls angeboten, und sowohl manuelle als auch automatische Getriebe sollten verfügbar sein.

Der Innenraum

Ein zu Beginn diesen Jahres auf Twitter veröffentlichtes und kurze Zeit später wieder gelöschtes Bild gestattet den bislang einzigen Blick in den Innenraum des neuen Defenders: Das Cockpit beinhaltet ein volldigitales Kombiinstrument, sowie ein Multifunktionslenkrad mit vier Speichen und mutmaßlichen Touchpads. Der Schalthebel für das Automatikgetriebe in erhöhter Position und ein breiter Infotainment-Bildschirm darüber sind klar zu erkennen. Ansatzweise ist ein dritter Vordersitz zu sehen, ob dieser tatsächlich Einzug in den neuen Defender halten wird, ist allerdings nicht bestätigt. Die Materialien machen einen robusten und strapazierfähigen Eindruck, was den Wünschen von Defender-Fahrern entsprechen dürfte.

Defender im Gelände

In Sachen Geländetauglichkeit wird der Defender eines der leistungsstärksten SUV sein. Es wird mit der neuesten Offroad-Technologie angeboten, einschließlich mehrerer Kameras und einer Weiterentwicklung des All-Terrain-Progress-Control-Systems (quasi Tempomat für Offroad-Fahrten). Im Vergleich zum Discovery besticht er mit verbesserten Werten zur Bodenfreiheit und Böschungs- sowie Rampenwinkeln.