Augmented Reality Head-up-Display


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Das Augmented Reality Head-up-Display - kurz AR-HuD - ist die Weiterentwicklung des konventionellen Head-up-Displays durch das deutsche Unternehmen Continental und wird aktuell zum Beispiel im VW ID3 verbaut.
Anders als bei herkömmlichen HuDs erscheinen die virtuellen Warnsignale und Informationen im AR-HuD im gesamten Sichtfeld des Fahrers. Augmented Reality bedeutet, dass die Projektionen mit der Realität verschmelzen. So wird die Navigation scheinbar direkt auf der Straße angezeigt. Soll zum Beispiel in die nächste Straße abgebogen werden, zeigen die Richtungspfeile direkt in diese Straße. Dies trägt zur Sicherheit der Insassen und aller anderen Verkehrsteilnehmer bei, da der Fahrer seinen Blick nicht von der Straße abwenden muss. Nicht nur die richtungsweisenden Pfeile werden direkt in den Verkehrsraum projiziert. Sobald der Spurhalteassistent oder der Abstandsregler Gefahren erkennen, werden diese in Rot oder Orange dargestellt. Somit kann der Fahrer einfacher Abstände zu vorausfahrenden Autos wahren und gefährliche Ausreißer auf andere Fahrstreifen frühzeitig erkennen und korrigieren. Darüber hinaus zeigt das Augmented Reality Head-up-Display auch die aktuelle Geschwindigkeit, die zulässige Höchstgeschwindigkeit und andere zu jenem Zeitpunkt gültige Warnhinweise wie „Fußgänger kreuzen“.


Wie funktioniert das AR HuD?
Herkömmliche Head-up-Displays werden mit der sogenannten Spiegel-Technik realisiert. Das zu projizierende Bild wird durch ein Optikmodul auf die Projektfläche umgelenkt. Würde man mit dieser Methode die erforderliche Bildgröße erreichen wollen, müsste das Gerät 30 Liter Volumen fassen. Damit wäre es zehn Mal so groß wie das Standard HuD und würde nicht in die Armatur passen.
Stattdessen hat Continental gemeinsam mit der Firma DigiLens eine neue Technik entwickelt. Dabei werden drei Schichten Kunststoffasern übereinander gelegt, die als Wellenleiter fungieren. Damit werden Wanderwellen des RGB-Farbraums von unten weitergeleitet und oben über eine Optik ausgekoppelt. So entsteht das Bild an der Innenseite der Windschutzscheibe.
Das Augmented Reality Head-up-Display benötigt somit nur noch zehn Liter Volumen. Damit kann und wird es in naher Zukunft immer mehr Fahrzeuge geben, bei denen es serienmäßig verfügbar ist.