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E-Fuels

E-Fuels: die große Hoffnung für Verbrenner? Schließlich sollen diese im Vergleich zu den aktuellen Spritpreisen günstiger – ein Liter Super kostet im bundesweiten Durchschnitt 2,13 Euro (Stand 26. März 2026) – und vor allem umweltfreundlicher sein.

Was sind E-Fuels? Wofür sind sie gut? Und welche Vor- und Nachteile haben sie? Antworten auf diese Fragen gibt’s hier.


Was genau sind E-Fuels?

E-Fuels (Electro-Fuels) sind synthetische, also künstlich hergestellte, durch chemische Synthese erzeugte, flüssige Kraftstoffe (vergleichbar mit Klimabenzin). Anders als fossile Kraftstoffe, die aus Rohöl erzeugt werden, werden E-Fuels mit Strom hergestellt.

Sie bestehen aus Wasser, bzw. dem daraus durch Elektrolyse gewonnenen Wasserstoff, und CO2 aus der Luft. Im sogenannten Power-to-Liquid-Verfahren wird daraus mithilfe von Strom flüssiger Kraftstoff.

E-Fuels werden auch als Power-to-X (PtX) bezeichnet. Sie sollen einen Ersatz für fossile Kraftstoffe darstellen, realistischer ist aber wohl eine Ergänzung dazu – vor allem im Pkw-Bereich. Aktuell sind E-Fuels zunächst vorrangig für den Schiffs- und Flugverkehr als Ersatz für Schweröl und Kerosin vorgesehen.

Das Ziel der E-Fuels ist in erster Linie, die CO2-Emissionen im Verkehr zu reduzieren und somit bestehende Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor weiterhin verwenden zu können – klimaneutral. Klimaneutral ist das Ganze aber nur, wenn der Strom zur E-Fuel-Herstellung durch erneuerbare Energien wie Wind und Sonne gewonnen wird.


Kann jedes Auto mit E-Fuels fahren?

Grundsätzlich soll es möglich sein, bereits bestehende Fahrzeuge mit E-Fuels zu betanken, ja. Dafür würden aber entsprechende Herstellerfreigaben benötigt – ähnlich wie beim Klimadiesel HVO. Möglich ist auch, dass eine neue Fahrzeugkategorie geschaffen wird, extra für Verbrenner, die ausschließlich E-Fuels tanken.


Was sind die Vorteile von E-Fuels?

E-Fuels oder PtX haben einige Vorteile. Sie

  • sind CO2-neutral,
  • sind kompatibel mit der bestehenden Infrastruktur (Tankstellen),
  • haben eine hohe Energiedichte,
  • sind gut speicherbar,
  • verbrennen recht sauber,
  • sind aus Regionen mit viel erneuerbaren Energien, also sonnen- und windreichen Regionen, importierbar,
  • bestehen u.a. aus Wasserstoff, der in der Natur in nahezu unendlicher Menge vorhanden ist.


Was spricht gegen E-Fuels?

E-Fuels haben nicht nur Vor- sondern auch Nachteile:

Durch einen hohen Energieverlust bei Herstellung und Nutzung ist ihr Wirkungsgrad gering.

Ihre Herstellung ist energieintensiv und teuer. Zum Vergleich: Für die PtX-Herstellung wird rund fünfmal so viel Strom benötigt wie für den Betrieb von Elektroautos. Eine 3-MW-Windkraftanlage kann 1600 E-Fahrzeuge mit Strom versorgen, oder 600 Autos mit Wasserstoff-Brennstoffzelle und nur 250 Fahrzeuge, die mit E-Fuel betrieben werden. Vor allem im Vergleich zu E-Autos sind E-Fuels also deutlich ineffizienter.

Für die Menge, die an E-Fuels benötigt wird, müssten zahlreiche neue Anlagen gebaut werden – solche, die CO2 aus der Luft filtern, solche, die Wasserstoff produzieren, und sollte, die aus dem CO2 und dem Wasserstoff den flüssigen Kraftstoff produzieren.


Welche Firmen produzieren E-Fuels?

In Deutschland werden E-Fuels von der Firma INERATEC mit Sitz in Karlsruhe produziert. In einer Partnerschaft mit Porsche stellt zudem das Unternehmen HIF Global E-Fuels in Chile für den weltweiten Markt her. An der Entwicklung sind auch deutsche Firmen wie Audi, Bosch und Siemens beteiligt.


Synonyme: Electro-Fuels, Power-to-X, PtX

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