Klimabenzin 95 ist ein synthetischer, also künstlich hergestellter Kraftstoff. Er besteht aus grünem Methanol.
Dieses ist grün, weil es aus erneuerbaren oder biogenen Quellen stammt. Er ist durch Lebewesen entstanden, sein Ursprung ist organisch – im Gegensatz zu fossilem Benzin aus Erdöl. Teilweise ist das Methanol auch ein Nebenprodukt der Papierindustrie.
Durch das Methanol-to-Gasoline-Verfahren (MtG) wird daraus flüssiger Kraftstoff. Dieser hat einen Oktangehalt von 95 und ist vergleichbar mit dem bekannten Super E10.
Klimabenzin 95 ermöglicht im Vergleich zu fossilem Benzin bis zu 90 Prozent weniger CO2-Emissionen. Damit sind Autos mit Otto- /Benzinmotor nahezu klimaneutral unterwegs – und das mit unveränderter Leistung und gleichbleibenden Emissionen, also genauso wie mit herkömmlichem Benzin.
Geeignet ist das Klimabenzin für alle Benziner, die E10-tauglich sind. Denn: Hier handelt es sich um einen sogenannten „Drop-in“-Kraftstoff. Das bedeutet, dass keine Anpassung oder Umrüstung des Motors nötig ist, da das Klimabenzin 95 einfach mit normalem Benzin gemischt werden kann. Zudem kann die bestehende Infrastruktur (Tankstellen) genutzt werden.
Ein Nachteil ist, dass das Klimabenzin etwas teurer ist als normales Benzin. Zudem ist es aktuell nur begrenzt verfügbar (Stand Q1 2026). In Europa wurde es zum ersten Mal im Juni 2025 öffentlich genutzt – an einer Tankstelle in Kirchweyhe bei Bremen. Der Start der industriellen Produktion ist für 2027 angesetzt.
Klimabenzin 95 ist mit dem Klimadiesel HVO vergleichbar. Eine Alternative stellen die E-Fuels dar.