Um ein Auto an-, ab- oder umzumelden, ist der Gang zur Kfz-Zulassungsstelle nicht mehr zwingend notwendig. Denn: Seit September 2023 ist das auch online möglich – sowohl für Standard- als auch für Kurzzeit- und E-Kennzeichen. Wie das funktioniert, und was man sonst darüber wissen sollte, erfahren Sie hier.
Wie funktioniert eine Online-Kfz-Zulassung?
Das Ganze läuft über das Online-Portal der zuständigen Zulassungsbehörde ab. Dort wird zunächst ein Identifizierungsprozess durchlaufen, für den ein Personalausweis mit eID-Funktion nötig ist. Danach geht es mit der Zulassung weiter – in diesem Fall einer Erstzulassung.
Nun werden die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) und ein Sicherheitscode abgefragt. Letzterer ist seit 2015 verdeckt auf dem Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) und seit 2018 auf dem Fahrzeugbrief (Teil 2) zu finden und muss freigerubbelt werden. Dann wird die eVB-Nummer benötigt. Ohne diese ist es nicht möglich, ein Fahrzeug anzumelden, denn: Um am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen, muss ein Auto mindestens über eine Haftpflichtversicherung verfügen.
Als nächstes geht es um das Kennzeichen. Hierbei lässt sich entweder ein beliebiges freies wählen, oder ein reserviertes Wunschkennzeichen angeben. Anschließend wird man wird zur Kasse gebeten – bezahlt werden kann meist mit Giro- oder Kreditkarte. Nach der Prüfung aller Angaben werden die Fahrzeugpapiere, zwei Zulassungsplaketten und eine TÜV-Plakette auf den Postweg gebracht.
Dann heißt es: Warten. Allerdings nicht so lange, bis Papiere und Plaketten im Briefkasten liegen. Denn mit dem elektronischen Zulassungsbescheid und einem vorläufigen Nachweis – beide Dokumente sollen nach ein paar Minuten online zur Verfügung stehen – darf schon losgefahren werden. Vorausgesetzt, die Kennzeichen liegen bereits vor. Der Zulassungsnachweis muss gut lesbar im Auto platziert und der Zulassungsbescheid mitgeführt werden. Zehn Tage lang ist das erlaubt, spätestens dann müssen die Plaketten auf dem Kennzeichen sein.
Wie kann ich mein Auto online abmelden?
Zur Online-Kfz-Abmeldung ist keine Identifizierung nötig. Das heißt, dass man theoretisch auch ein fremdes Auto online abmelden kann, oder dass eine andere Person ein Fahrzeug für Sie abmelden kann.
Auch hierfür wird wieder der Sicherheitscode benötigt, der sich auf der Zulassungsbescheinigung befindet, sowie der des Kennzeichens. Wurden beide Codes sowie das Kennzeichen eingegeben, kann per ePayment bezahlt werden. Es folgt eine Überprüfung, nach der die Abmeldungsbestätigung online bereitsteht.
Kann ich mein Auto online bei der Kfz-Zulassungsstelle ummelden?
Auch eine Ummeldung ist mit der internetbasierten Kfz-Zulassung möglich. Hierfür werden ebenfalls Fahrzeugschein- und -brief (Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2) samt Sicherheitscodes und die eVB-Nummer benötigt. Zudem muss nachgewiesen werden, dass das Fahrzeug gültigen TÜV hat. Und eine IBAN muss angegeben werden, von der die Kfz-Steuer abgebucht werden soll. Anschließend kann ein freies Kennzeichen gewählt, das alte zum Behalten ausgewählt oder ein reserviertes Wunschkennzeichen angegeben werden.
Nach einer Überprüfung werden die Zulassungsplaketten sowie die TÜV-Plakette per Post versandt. Auch bei einer Ummeldung gilt: Mit der beigeführten Zulassungsbescheinigung und dem im Auto platzierten Zulassungsnachweis darf zehn Tage lang gefahren werden, bevor die Plaketten an den Kennzeichen angebracht werden müssen.
Was kostet es, ein Kfz online anzumelden oder abzumelden?
Bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle fallen in der Regel Verwaltungsgebühren von etwa 30 Euro für eine Anmeldung und rund 15 Euro für eine Abmeldung an. Online ist der Prozess deutlich günstiger. So werden 12,80 Euro berechnet, um ein Kfz anzumelden, und 2,10 Euro, um es abzumelden.