/ Rechtlicher Hinweis zur Glinicke Leasing

Einleitung
Das Bundesministerium der Finanzen hat am 16.12.2013 aufgrund des §25a Absatz 6 des Kreditwesengesetzes die oben genannte Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten erlassen. Die Glinicke Leasing GmbH betreibt das Finanzierungsleasinggeschäft i.S.d. § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG und ist als Institut vom Anwendungsbereich der Institutsvergütungsverordnung erfasst. Die Glinicke Leasing GmbH weist im Durchschnitt der jeweiligen Stichtage der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre eine Bilanzsumme in Höhe von weniger als € 15 Mrd. aus. Die Glinicke Leasing GmbH ist deshalb kein bedeutendes Institut i.S.d. § 17 Abs. 1 InstitutsVergV. Ebenso ist sie auch nicht von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 17 Abs. 3 InstitutsVergV als bedeutendes Institut bestimmt worden.

Die Offenlegung der Vergütungssysteme erfolgt entsprechend §16 Absatz 1 und 2 der InstitutsVergV.

Im Sinne dieser Verordnung ist oder sind

1. "Vergütung" sämtliche finanzielle Leistungen und Sachbezüge, gleich welcher Art, sowie Leistungen von Dritten, die ein Geschäftsleiter, eine Geschäftsleiterin, ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin im Hinblick auf seine oder ihre berufliche Tätigkeit bei dem Institut erhält.

2. "Vergütungssysteme" die institutsinternen Regelungen zur Vergütung sowie deren tatsächliche Umsetzung und Anwendung durch das Institut;

3. "variable Vergütung" der Teil der Vergütung, dessen Gewährung oder Höhe im Ermessen des Instituts steht oder vom Eintritt vereinbarter Bedingungen abhängt.

4. "Fixe Vergütung" der Teil der Vergütung, der nicht variabel im Sinne von Ziffer 3 ist.

Grundsätze der Vergütung und Vergütungsphilosophie
Der dauerhafte Unternehmenserfolg und die nachhaltige Unternehmensentwicklung sind Grundlage für die Vergütungsstrategie der Glinicke Leasing GmbH, die in der Geschäftsstrategie definiert ist.

Die Geschäftsleitung der Glinicke Leasing GmbH ist für die Ausgestaltung angemessener Vergütungssysteme der Mitarbeiter verantwortlich. Die Vergütung orientiert sich an dem Tarifvertrag der Glinicke Gruppe Nordhessen. Die Mitarbeiter erhalten eine vereinbarte Gehaltssumme in Form einer fixen Vergütung und einem variablen Anteil. Variable Anteile haben eine Laufzeit von einem Jahr und werden jährlich überprüft. Es bestehen keine signifikanten Abhängigkeiten der Mitarbeiter von den gewährten variablen Vergütungen. Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Geschäftsleitung obliegt dem Gesellschafter. Die Vergütungssysteme beinhalten keine Anreize unverhältnismäßiger Risiken einzugehen und orientiert sich am marktüblichen Gehalt mittelständischer Unternehmensgruppen. Auf die Angabe des Gesamtbetrages aller Vergütungen, unterteilt in fixe und variable Vergütungen, sowie die Anzahl der Begünstigten der variablen Vergütung wurde verzichtet, da ansonsten der Vertraulichkeitsschutz nach Artikel 432 Absatz 1 bis 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 gefährdet wäre.

Schlussbemerkung
Die regelmäßige Überprüfung der Vergütungssysteme auf Verhältnismäßigkeit und Übereinstimmung mit den Anforderungen der InstitutsVergV sowie die jährliche Aktualisierung und Offenlegung des Vergütungsberichts gemäß § 16 Abs. 2 InstitutsVergV wird sichergestellt.