Peter Glinicke

Ein Denker und Lenker

Es sind die Augen. Stahlblau und wach. Wer auf Peter Glinicke trifft, sich mit dem Senior-Chef der Glinicke Gruppe über den Automobilhandel im Allgemeinen und die Erfolgsgeschichte seines Unternehmens unterhält, sieht die Augen im scharf geschnittenen Gesicht des 87-Jährigen immer wieder begeistert aufblitzen. Auto, das ist für Peter Glinicke mehr als ein Geschäft. Es ist seine Leidenschaft.

Und ein gutes Auge hat er seither für die Geschicke der Firma bewiesen, seit er 1957 an die Seite des Vaters und Firmengründers Hans Glinicke trat. Der Blick auf die wichtigen Dinge, die Mitarbeiter etwa, ist ihm nie verloren gegangen. Und mit Weitsicht hat er mehr als einmal agiert, wenn es darum ging, das Unternehmen auch in ungewöhnliche Richtungen zu lenken. Auf Grundstücken neben dem Autohaus auch ein Einkaufszentrum zu platzieren, war nur eine seiner guten Ideen. „Wir haben dadurch unsere eigenen Frequenzbringer geschaffen“, freut er sich über den Coup, den er früh nach der Grenzöffnung im nun vereinten Deutschland umsetzte.

Denker und Lenker zu sein hat Peter Glinicke stets bewiesen. Und er hat früh gemerkt, dass man sich Respekt erarbeiten muss. Also wurde das Geschäft von der Pike auf gelernt: Ausbildung als Kraftfahrzeugmechaniker in Köln, ein Jahrespraktikum bei der Commerzbank. Anschließend absolviert er eine kaufmännische Ausbildung. Zum Abschluss der Ausbildung geht es für sechs Monate über den großen Teich: In einem Kollegenbetrieb in San Francisco perfektioniert er seine englischen Sprachkenntnisse. Elf Jahre lang steht Peter Glinicke als Geschäftsführer an der Seite seines Vaters. Nach dessen Tod 1968 übernimmt er die alleinige Geschäftsführung und lenkt das Unternehmen ins Heute. Die Markenvielfalt zieht in die Gruppe ein, die ihren historischen Ursprung als VW-Händler aber nie aus den Augen verliert. Und immer wieder wird gebaut: Nicht nur die Hersteller, auch die Ansprüche an Servicequalität, Kundenwohl und Mitarbeiterzufriedenheit verlangen moderne Gebäude.

 

Autos sind unser Geschäft. Erfolg hat aber nur, wer die Menschen in den Mittelpunkt seines Schaffens stellt.
- Seniorchef Peter Glinicke

 

Den scharfen Blick auf die Dinge hat Peter Glinicke behalten, auch wenn Sohn Florian Glinicke nun schon seit etlichen Jahren alleinverantwortlich das Werk von Großvater und Vater im besten Familiensinne fortführt. Und auch die tägliche Fahrt ins Büro pflegt Peter Glinicke. Er ist einer der ersten, die die Firmenzentrale im Kasseler Königstor betreten. Und es kann passieren, dass sein Auto als letztes noch vor der Tür steht. Feierabend, das ist für Menschen die arbeiten. Peter Glinicke aber liebt seinen Beruf.