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Youngstars Interview #3 - Leon Stange


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Philip: Stell dich doch bitte einmal vor, Wer bist du und was machst du hier.

Leon: Hi ich bin Leon, 20 Jahre alt und arbeite im G-Lab in der Marketingabteilung bei Glinicke und mache hier eine Ausbildung zum digitalen Mediengestalter.

 

Philip:Du bist ja zur letzten Woche gestartet. Gab es bis jetzt schon einen Moment wo du dir dachtest „Cool das ich hier bin“?

Leon: Eigentlich war bis jetzt alles super. Ich habe ja schon einmal Probe gearbeitet bevor ich angenommen wurde. Da konnte ich schon einmal über die Schulter                     meiner Kollegen gucken und mir anschauen, was so in der Ausbildung auf mich zukommen wird. Und bis jetzt ist es auch genau das.

 

Philip: Ja perfekt. Bist du denn gut aufgenommen worden?

Leon: Ja auf jeden Fall. Meine Kollegen sind alle super nett. Wenn ich Fragen oder Probleme habe kann ich mich immer an jemanden wenden. Macht auf jeden Fall Spaß und ich fühle mich gut aufgehoben.

 

Philip:Was ist dir so durch den Kopf gegangen, als du am Montag das erste Mal ins Büro gekommen bist?

Leon: Wie eben schon gesagt war ich sehr zufrieden. Aber ich habe auch direkt gemerkt, dass es viel zu lernen gibt. Ich habe ja durch meine vorherige Schulbildung schon einiges an Vorwissen, aber das ist nicht auf dem aktuellsten Stand. Aber auf meine Grundlagen kann ich bestimmt gut aufbauen.

 

Philip:Definitiv. Du hast vor dem Beginn deiner Ausbildung ein Abitur gemacht?

Leon: Korrekt. Ich habe mein Abi mit Schwerpunkt Mediengestaltung und Medientechnik absolviert. Dort habe ich mit Adobe Photoshop und Premiere Pro arbeiten können und habe im Informatikunterricht schon erste Websites aufgebaut.

 

Philip:Bist du vorher in Richtung Hobbys schon in dem Gebiet unterwegs gewesen?

Leon: Ja, da habe ich schon einiges gemacht. Angefangen habe ich damit 2012/2013. Nach meiner Konfirmation konnte ich mir meine ersten, vernünftigen Rechner kaufen. Nach einiger Zeit habe ich dann beschlossen, dass ich auch mal gerne hinter die Kulissen von Windows und co. schauen wollte. Zuhause bearbeite ich auch eigene Projekte.

 

Philip:Als Freelancer oder so für dich privat?

Leon: Für mich privat. Ich setze gerne eigene kleine Server mit Linux auf. Auch beschäftige ich mich viel mit 3D-Druck.

 

Philip: Also Vorlagen erstellen, die dann gedruckt werden?

Leon: Nein, das wäre eher 3D-Design. Ich programmiere eher die Software für die Drucker. Das mit der Mediengestaltung bei mir hat mit Fotografie angefangen. Doch die Kamera wurde mir irgendwann zu langweilig, also bin ich dann auf eine Drohne umgestiegen. Da bin ich mittlerweile auch ein anerkannter Pilot mit Flugschein. Dadurch bin ich dann darauf gekommen, dass ich gerne digital und kreativ arbeiten würde.

 

Philip: Sehr interessant. Noch einmal zurück zum ersten Montag. Gab es etwas, das du vergessen hast mitzunehmen?

Leon: Also am ersten Tag habe ich vor Aufregung mein Brot vergessen. Und ich hätte mir für die erste Woche Strichpunkte für mein Berichtsheft machen sollen.

 

Philip:Wie steht es bei dir mit der Umstellung von Schule zur Arbeit? Freust du dich aufs Arbeitsleben?

Leon: Ich glaube ich bin da eine Ausnahme, da ich parallel zur Schule schon drei Jahre festangestellt als Kellner gearbeitet habe. In der Zeit war ich eigentlich jeden Tag nach der Schule noch Arbeiten. Und auch am Wochenende; und da das Arbeiten hier auf jeden Fall entspannter ist als das Kellnern denke ich, ich komme damit gut zurecht. Gerade da das Berufsfeld ganz anders ist und mich mehr anspricht. Ich sehe das eher als Hobbyerweiterung. Und ich werde es nicht vermissen erst um 22 Uhr von der Arbeit kommst und dann um 7 Uhr morgens direkt wieder zur Schule zu müssen.

 

Philip:Perfekt. Fürs Hobby bezahlt werden ist ja etwas, wo manche Menschen ihr Leben lang nach suchen.

Leon: Ja das ist schon echt cool.

 

Philip: Was hat du denn deinen umstehenden Menschen erzählt, als du am Montag nachhause gekommen bist?

Leon: Ich habe tatsächlich nur mit meiner Mutter gesprochen. Ich hab ihr das erzählt, was ich am ersten Tag schon mitnehmen konnte. Das meine Kenntnisse nicht mehr auf dem neusten Stand sind und das ich viel zu lernen habe, aber das ich es sehr gut finde. Ich habe mich diesbezüglich eventuell auch etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Ich dachte, dass ich schon sehr viel weiß und dass die nächsten Jahre easy werden.

 

Philip:Ich denke aber du hast durch deine Vorbildung zumindest keinen Nachteil.

Leon: Jap das stimmt.

 

Philip: Was war bis jetzt das Interessanteste, was du bei uns neu dazugelernt hast?

Leon: Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, das es etwas Neues zu lernen gibt *lacht*. Wenn wir das jetzt auf den Digitalbereich beziehen, hätte ich nicht gedacht, dass es gewisse Tools gibt die Websites ohne große Beihilfe programmieren. So etwas wie Bootstrap bzw. Flexboxes. Im Abitur hatten wir auch immer die Probleme das Abstände nicht gepasst haben und sich nach dem Beheben wieder alles verschoben hat. Wir sind wirklich wahnsinnig geworden. Da hilft das schon ungemein. Nach meiner Abschlussprüfung war ich schon richtig stolz auf mein Werk. Wir mussten auch einen One-Pager gestalten, aber nach dem was ich hier in der letzten Woche gelernt habe und selbst erstellt habe, ist das nicht vergleichbar. Also habe ich ganz viel Neues mitgenommen.

 

Philip:Wie bist du denn überhaupt darauf gekommen, dich bei uns zu bewerben? Ich meine Glinicke ist ja nicht das erste Unternehmen was ins Auge springt, wenn es um Digitalthemen geht.

Leon: Für mich war ursprünglich der Plan in der Anwendungsentwicklung zu Arbeiten. In dem Bereich hatte ich auch schon Vorstellungsgespräche, habe dann aber schnell gemerkt, dass ich in der Mediengestaltung deutlich mehr Chancen habe und ich mich durch die Berufsschule in den letzten Jahren immer mehr von der Anwendungsentwicklung hin zur Gestaltung bewegt habe. Somit hatte ich mich schon mal entschieden, in der Mediengestaltung anzufangen. Glinicke habe ich dann tatsächlich über die Google Suche gefunden. Erstmal wusste ich gar nicht was Glinicke ist, da ich von weiter her zugezogen bin und aus in meiner Heimat gibt es keinen Glinicke Betrieb. Dann habe ich mich erstmal schlau gemacht und habe entdeckt, dass Glinicke sich mit Autos beschäftigt. Und da ich generell schon ein Faible für Autos hatte, war das natürlich umso attraktiver. Und dann habe ich mich hier beworben…

 

Philip: …und der Rest ist Geschichte!

Leon:  Genau.

 

Philip:Du sagtest du hattest schon vorher Interessen an Autos. Warst du sozusagen ein Autonerd? Und hat sich deine Einstellung bis jetzt verändert?

Leon: Also Autonerd würde ich nicht sagen. An meinem alten Auto habe ich etwas herumgeschaut, bis es dann auseinander gefallen ist. Daher gehe ich auch nicht in die Mechatronik, ich glaube das wird nichts *lacht*. Aber so richtig nerdy nicht. Marken und Modelle wusste ich schon aber technisch nicht unbedingt. Für mich stand aber schon immer fest dass ich mal ein schönes Auto fahren möchte. Am besten groß, schnell und viel PS. Aber meine Einstellung ist gleich geblieben. Dass es VW Nutzfahrzeuge gibt wusste ich zum Beispiel nicht.

 

Philip:Weißt du denn schon, was du mit deinem ersten Gehalt anstellen wirst?

Leon: Ja das ist genau durchgeplant. Ein Drittel mindestens wird für die Miete draufgehen. Ein weiteres Drittel für mein Auto und das letzte Drittel für Leben usw.

 

Philip:  Also bist du jetzt alleine nach Kassel gezogen für die Ausbildung.

Leon:  Nein ich wohne mit meiner Freundin zusammen in Hann. Münden. Aber das erst seit Beginn meiner Ausbildung. Aber ich gehe eher Arbeiten um zu Lernen.

 

Philip:Wie hast du das Kennenlernen erlebt? Gab es Kennenlernspiele *lacht*?

Leon: Ich weiß nicht wie viele Menschen aus dem Unternehmen andere Azubis zu Gesicht bekommen bevor sie die Ausbildung anfangen. Ich habe ja schon einige kennenlernen dürfen bevor ich hier angefangen habe.

 

Philip:Ja daran kann ich mich erinnern. Du saßt mit unserem Abteilungsleiter im Teams-Meeting.

Leon: Genau. Ich habe ja fast alle Kollegen kennengelernt. Einige Persönlich die anderen über Teams. Aber ich wurde auch im Nachhinein vielen Menschen vorgestellt. Das hat mir das auch erleichtert hier her zu kommen, da ich schon eine ungefähre Vorstellung hatte, wer mir begegnen wird. Aber das ich die Menschen vorher kennenlernen konnte war einer der Hauptgründe, warum ich mich für die Ausbildung bei Glinicke entschieden habe.

 

Philip:Du hast ja schon verlauten lassen, dass du einen Führerschein besitzt und auch Auto fährst. Tust du das gerne, also fährst du des Fahrens wegen oder ist es eher ein Nutzgegenstand für dich?

Leon: Es kommt drauf an. Bevor ich meinen Polo bekam, fuhr ich einen Golf 8, den bin ich auch gerne gefahren. Der war halt geil!

 

Philip: *lacht*

Leon: Den musste ich aber leider auf Grund von Softwareproblemen abgeben. Bei 190 km/h auf der Autobahn plötzlich ohne Tacho zu fahren ist doof.

 

Philip: Oh..

Leon: Ja der Bordcomputer ist ausgefallen. Also habe ich das Leasing beendet und habe mir nun einen Polo angeschafft. Aktuell fahre ich aber nur zur Arbeit, das Auto ist bei mir eher zum Nutzgegenstand geworden. Aber ohne Grund fahren tue ich nicht. Wenn ich zum Beispiel nur Kleinigkeiten einkaufen muss, fahre ich eher Fahrrad.

 

Philip:Gibt‘s denn schon etwas, was du gerne in den nächsten Monaten deiner Ausbildung lernen möchtest?

Leon: Ich würde gerne eigenständig etwas aufbauen. Aktuell ist es ja für mich viel Wiederholung, was auch absolut okay ist. Ich muss ja erstmal die Tools kennenlernen. Aber ich würde gerne eigens Sachen konzipieren und verwirklichen.

 

Philip:Ja da bist du hier im G-Lab genau richtig. Freust du dich auf die Berufsschule?

Leon: Naja ist halt Schule. Ich bin mal gespannt, wie viel von meinem Vorwissen ich dort einbringen kann.

 

Philip:Na dann hoffe ich, dass du auch da gut ankommst. Das war es auch von meiner Seite. Vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast mit mir zu sprechen.

Leon: Gerne.